Warum „unverzeihlicherweise“ verzeihlicherweise nicht im Wörterbuch steht

Bemerkung

Danke für die schnelle Antwort. Übrigens steht Ihr „unverzeihlicherweise“ nicht in der Canoo-Liste, auch „verzeihlicherweise“ nicht.

Reaktion

Guten Tag Herr S.,

man kann von vielen Adjektiven ein mehr oder weniger übliches Adverb auf –erweise bilden. Dies geschieht häufig auch ad hoc, das heißt ganz spontan während des Sprechens oder Schreibens. Deshalb listen Canoonet und andere Wörterbücher lange nicht alle möglichen Ableitungen mit –erweise auf. Dies nicht nur wegen Platzmangels, was ja in der heutigen digitalen Welt viel weniger ein Problem ist als in der Zeit der dicken, vielbändigen Wörterbücher, die noch auf Papier gedruckt und gebunden werden mussten. Es ist auch nicht möglich und nicht sinnvoll, alle Ableitungen zu erfassen, die schon einmal verwendet worden sind oder einmal verwendet werden könnten. Hier ein paar Beispiele möglicher Bildungen, die nicht in (allen) Wörterbüchern zu finden sind:

abartigerweise, blamablerweise, cholerischerweise, diabolischerweise, enttäuschenderweise, fahrlässigerweise, grinsenderweise

… und viele andere mehr – auch mit positiver Bedeutung. Diese Ableitungen sind lange nicht alle stilistische Meisterwerke, aber das bedeutet natürlich nicht, dass sie nicht möglich sind.

Das Gesagte gilt nicht nur für die Adverbbildung mit -erweise, sondern auch für andere Worbildungsarten, mit denen noch neue Wörter gebildet werden können. Beispiele sind Ableitungen von Verben mit den Suffixen -bar und -ung und ganz besonders die Substantivzusammensetzungen, die in unendlicher Zahl bildbar sind.

Ich nenne hier deshalb wieder einmal einen wichtigen Grundsatz: Dass ein Wort nicht in den Wörterbüchern steht, heißt noch lange nicht, dass es das Wort nicht gibt oder nicht geben kann!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Bopp

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Zehntelmillimeter dick oder zehntelmillimeterdick?

Frage

Schreibt man hier getrennt oder zusammen?

… aus zehntelmillimeterdickem Stoff
… aus Zehntelmillimeter dickem Stoff

Antwort

Guten Tag Herr Z.,

richtig ist in diesem Fall die Zusammenschreibung:

aus zehntelmillimeterdickem Stoff

Es geht hier um einen Zusammensetzung von einem Substantiv und einem Adjektiv, bei der das Substantiv nicht nur für sich allein, sondern für eine Wortgruppe steht:

ein fingerbreiter Riss (breit wie ein Finger)
ein armdicker Ast (dick wie ein Arm)
ein knielanges Kleid (lang bis an die Knie)
hüfthohes Wasser (hoch bis zur Hüfte)
millimetergenaue Messungen (auf den Millimeter genau)

Das gilt auch für Zusammensetzungen mit Maßeinheiten, wenn sie für eine ungenaue Angabe stehen (einige/mehrere/wenige X). Auch dann wird die Verbindung zusammengeschrieben:

minutenlanger Applaus (mehrere Minuten lang)
eine tonnenschwere Maschine (einige Tonnen schwer)
metertiefe Löcher (mehrere Meter tiefe Löcher)
ein zentimeterbreiter Riss (einige Zentimeter breit)
millimeterkurzes Haar (einige Millimeter kurz)
zehntelmillimeterdicker Stoff (wenige Zehntelmillimeter dick)

Steht das Substantiv aber für sich allein, dann schreibt man getrennt:

fünf Minuten langer Applaus
eine einige Tonnen schwere Maschine
einen Meter tiefe Löcher
ein mehrere Zentimeter breiter Riss
zwei Millimeter kurzes Haar
nur wenige Zehntelmillimeter dicker Stoff

Wenn man diese Regel kennt, kommt man meist ohne minutenlanges Nachdenken auf die richtige Schreibweise.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Bopp

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Der 2 000 024. Besucher in Worten

Frage

Heißt es „der zweimillionundvierundzwanzigste Besucher“, „der zweimillionenundvierzundzwanzigste Besucher“, „der zweimillionenvierundzwanzigste Besucher“ oder „der zweimillionvierundzwanzigste Besucher“?

Antwort

Guten Tag Herr P.,

Ordinalzahlen ab zwanzig werden mit st gebildet (vgl. hier):

zwanzig – zwanzigste
vierundzwanzig – vierundzwanzigste
[ein]hundertvierundzwanzig – [ein]hundertvierundzwanzigste
dreihundertvierundsiebzigtausendfünfhundervierundzwanzigdreihundertvierundsiebzigtausendfünfhundervierundzwanzigste

Ab einer Million wird ggf. zusammengeschrieben:

Million – millionste
eine Million vierundzwanzig – einemillionvierundzwanzigste*
eine Million fünfhunderttausend – einemillionfünfhunderttausendste*
zwei Millionen vierundzwanzig – zweimillionenvierundzwanzigste*

So weit ist alles schön konsequent. Die deutsche Sprache wäre aber die deutsche Sprache nicht, wenn es nicht doch ein paar Ausnahmen gäbe.

Hier fällt in der Regel ein e weg:

eine Million – einmillionste

Und hier fällt die Pluralendung en weg:

zwei Millionen – zweimillionste
fünf Millionen – fünfmillionste

Dies aber nur, wenn es um runde Millionen geht, das heißt, wenn st direkt an Million angefügt wird – also nicht z. B. hier:

eine Million [und] eins – einemillion[und]erste
eine Million fünfhunderttausend – einemillionfünfhunderttausendste*
zwei Millionen vierundzwanzig – zwei millionenvierundzwanzigste*

Kompliziert? – Allzu häufig kommen hohe Kardinalzahlen dieser Art zum Glück nicht vor. Während vielleicht noch ab und zu vom millionsten Besucher oder von der zweimillionsten Besucherin die Rede ist, sind Formen wie zweimillionenvierundzwanzigste doch eher selten.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Bopp

* Daneben kommt auch vor:

eine Million und vierundzwanzig einemillionundvierundzwanzigste
eine Million und fünfhunderttausend – einemillionundfünfhunderttausendste
zwei Millionen und vierundzwanzig – zweimillionenundvierundzwanzigste

 

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Onkologieteam/onkologisches Team vs Italienkennerin/italienische Kennerin

Frage

Ich habe mich kürzlich mit einem Kollegen über den Begriff „onkologisches Team“ unterhalten. Er meinte, es müsse doch „Onkologieteam/Onkologie-Team“ heißen. Ich sehe das eigentlich auch so, kann es aber nicht genau erklären, ob es zulässig ist oder nicht. „Onkologische Abteilung“ beispielsweise stört mich nicht, obwohl natürlich auch hier „Onkologieabteilung“ geschrieben werden könnte (oder gar sollte?).

Antwort

Guten Tag Herr F.,

grammatisch sind onkologisches Team und Onkologieteam korrekt. Auch bei der Bedeutung gibt es keinen wesentlichen Unterschied. Wichtig ist höchstens, was in einem bestimmten Kontext üblich ist. In einigen Krankenhäusern gibt es wahrscheinlich eine Onkologieabteilung, während in anderen von der Onkologischen Abteilung die Rede ist (oder der Abteilung Onkologie).

So gibt es auch keinen prinzipiellen Unterschied zwischen grammatischen Fragen und Grammatikfragen oder einem chemischen Labor und einem Chemielabor. Richtig ist, was gebräuchlich ist – und häufig ist dies beides.

Aber bei Weitem nicht immer: Während zum Beispiel die italienische Reise, die Goethe unternahm, eine Italienreise war, sind eine Italienkennerin und eine italienische Kennerin keineswegs dasselbe: Erstere kennt Italien gut und hat irgendeine Staatszugehörigkeit. Letztere ist eine Italienerin, die irgendein Gebiet gut kennt. Es gibt zum Beispiel nur demokratische Entscheidungen, keine *Demokratieentscheidungen; neben dem Alkoholverbot gibt es kein *alkoholisches Verbot u. v. a. m.

Wieder einmal müssen wir also ohne eine allgemeine, für alle Fälle gültige Regel auskommen. Darum nochmals: Richtig ist, was gebräuchlich und verständlich ist.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Bopp

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Einfrieren und ausfrieren

Es sieht logisch aus, ausfrieren als Gegenteil von einfrieren zu verwenden. Und trotzdem sagen wir nicht, dass Eingefrorenes ausgefroren wird.

Frage

Ich wurde darauf hingewiesen, dass es den Begriff ausfrieren in Zusammenhang mit eingefrorenen Lebensmitteln nicht gebe bzw. dieser nicht passend sei. Korrekt sei auftauen.

Eine Internetrecherche bestätigt dies weitgehend. Es wird aber immer wieder auch von anderen Personen nach dem Begriff ausfrieren in diesem Zusammenhang gefragt.

Aus meiner Sicht ist zunächst das Gegenteil von ein der Begriff aus. Auch wenn diese Regel mit Sicherheit nicht „betonmäßig“ für „alles“ angewandt werden darf, ist es doch nicht völlig abwegig, als Gegenteil für einfrieren den Begriff ausfrieren zu verwenden. Vor allem im privaten Umfeld kann mir das eigentlich niemand „verbieten“. […]

Antwort

Guten Tag Herr B.,

niemand kann Ihnen natürlich verbieten, das Verb ausfrieren im Sinne von auftauen zu verwenden. Es gibt aber verschiedene Gründe, die dagegen sprechen:

1) Eine Wortbildung kann blockiert, das heißt ungebräuchlich sein, weil es schon ein Wort mit der gleichen Bedeutung gibt. Hier wird ausfrieren durch das gebräuchliche und allgemein bekannte Wort auftauen blockiert (vgl. hier).

2) Eine Wortbildung kann nicht üblich sein, weil das Wort schon eine andere Bedeutung hat. Auch das ist bei ausfrieren der Fall: Es bedeutet u. a. schon bis zum Grund frieren, durch und durch frieren oder durch Frieren trennen (siehe die Angaben im DWDS). In Verbindung mit frieren ist aus nicht das Gegenteil von ein. Es hat hier die gleiche Bedeutung wie in austrocknen resp. in aussortieren.

3) Der wichtigste Grund: Man versteht in einem großen Teil des deutschen Sprachraums nicht, was Sie mit ausfrieren meinen, weil das Wort nicht bekannt und nicht gebräuchlich ist, sei es wegen 1) und 2) oder aus einem anderen Grund.

Es bleibt aber Ihnen überlassen, ob Sie das Wort weiterhin verwenden wollen. Sie dürfen sich nur nicht wundern, wenn man sich wundert oder Sie nicht auf Anhieb versteht.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Bopp

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Gibt es „aformal“?

Frage

In einem Text über Architektur finde ich das Wort „aformal“. Das scheint es nicht zu geben, das heißt, es steht nicht in Duden, Pons oder im Leipziger Wortschatzregister. […]

Antwort

Guten Tag Frau D.,

wenn ein Wort nicht in den Wörterbüchern zu finden ist, bedeutet dies noch nicht, dass es dieses Wort nicht gibt oder nicht geben kann. Das gilt auch für aformal. Es ist ein ungebräuchliches Wort, kann aber mit dem bildungssprachlichen Präfix a- gebildet werden und ist in einem solchen Kontext auch verständlich. Siehe auch hier.

Vielleicht erklärt sich die Wahl für aformal im Text, in dem Sie ihm begegnet sind, dadurch, dass:

  • nicht formal als zu „gewöhnlich“ empfunden wird,
  • un- im Gegensatz zu a- und in- nur selten bei der Verneinung von fachsprachlichen fremden Adjektiven vorkommt und
  • die verneinte Form informal bereits im Sinne von informell verwendet wird.

Es gibt also nichts gegen die Wortbildung aformal einzuwenden, außer wenn man ungewöhnliche Fremdwörter lieber vermeidet.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Bopp

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Der Nochspieler/Baldtrainer

Frage

Ich bin auf eine Unsicherheit gestoßen bei der Formulierung „Der Noch-Spieler-bald-Trainer hat bereits Ideen“. Ist die Durchkoppelung so korrekt? Oder wäre Folgendes besser: „Der noch Spieler, bald Trainer hat bereits Ideen“?

Antwort

Guten Tag Herr H.,

korrekt ist hier eher diese Schreibung:

Der Nochspieler/Baldtrainer hat bereits Ideen

Verbindungen mit einem Adverb und einem Substantiv schreibt man zusammen. Zum Beispiel:

Gratisangebot, Linksverkehr, Nichtexperte, Nurhausfrau, Soforthilfe, Vorausexemplar
Nochspieler, Baldtrainer

Man kann natürlich auch mit verdeutlichenden Bindestrichen arbeiten, so wie es vor allem bei Personenbezeichnungen immer häufiger geschieht:

Ex-Präsidentin, Nicht-Experte, Nur-Hausfrau
Noch-Spieler, Bald-Trainer

Wie häufig bei den „verdeutlichenden“ Bindestrichen zweifle ich allerdings, ob sie hier tatsächlich sehr verdeutlichend sind:

Der Noch-Spieler/Bald-Trainer hat bereits Ideen

Etwas besser vielleicht mit und:

Der Nochspieler und Baldtrainer hat bereits Ideen
Der Noch-Spieler und Bald-Trainer hat bereits Ideen

Nicht korrekt ist übrigens die Getrenntschreibung (nicht: *der noch Spieler, *der bald Trainer).

Mit freundlichen Grüßen

Nochblogger und Baldwochenendler Bopp

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Kleines Obst und niedliches Gemüse

Frage

Gibt es eine Verniedlichung von „Tomate“? Tomätchen?

Antwort

Guten Tag Herr L.,

die beiden Suffixe chen und lein sind wirklich sehr allgemein verwendbar. Von praktisch allem, was dinglich ist, kann mit man mit ihrer Hilfe eine Verkleinerungsform (Diminutiv) bilden. Vom Atömchen bis zum Eiffeltürmchen, Großes und Kleines, der Diminutivbildung sind fast keine Grenzen gesetzt. Nicht alles ist gleich üblich, und sobald man in den Bereich des Abstrakten und der Sammelbezeichnungen kommt, nimmt die Verkleinerung rapide ab. Man kann zwar gerade noch von einem kleinen Minderheitchen reden, aber Öbstchen, Ängstchen und Verständchen sind nicht üblich und mit Liebchen ist bereits wieder konkret eine Person gemeint.

Da Früchte und Gemüse sehr konkrete Dinge sind, steht ihrer Verkleinerung oder Verniedlichung mit chen nichts im Wege, auch wenn Ihr Korrekturprogramm vielleicht nicht all diese Diminutive erkennt. Zum Beispiel:

Äpfelchen, Birnchen, Banänchen, Köhlchen, Böhnchen, Karöttchen, Läuchlein, Auberginchen und Tomätchen

Einschränkungen gibt es bei einigen Fremdwörtern, bei denen der Form wegen niemand so richtig weiß, wie der Diminutiv eigentlich lauten müsste. Deshalb trifft man Verkleinerungsformen wie diese kaum an:

Ananässchen[?], Orängelchen[?], Papayachen[?], Avocadochen[?]

Wenn Sie hübsche kleine Kirschtomaten vor sich haben, können Sie also ungeniert von (hoffentlich!) leckeren Tomätchen reden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Bopp

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Wortausbeute

Ich mag Wortzusammensetzungen. Vor allem in Bereichen, von denen ich nichts verstehe, gibt es immer wieder Komposita, die mich einfach ansprechen.

Ich war gestern kurz im Baumarkt, wo ich mit meinen zwei rechten Händen – ich bin Linkshänder – nicht sehr häufig anzutreffen bin. Hier die spontane Wortausbeute dieses Nichthandwerkers:

Felgenbürste
Kabeltrommel
Kombihammer
Zahnspachtel
Meisenknödel

Das letzte Wort gehört nicht zum Standardangebot eines Baumarktes, aber man findet es derzeit trotzdem auch dort. Es ist auch das einzige der fünf Produkte, das ich gekauft habe …

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Keine Korrigierung wegen Blockierung

Frage

Ich bin in den letzten Wochen auf zwei Wörter gestoßen, die mir Kopfzerbrechen bereiten: „Erbung“ und „Korrigierung“. Ich empfinde beide zwar nicht direkt als falsch, aber als unschön und würde dazu raten, sie z. B. durch „Erbschaft“ bzw. „Korrektur“ zu ersetzen. Was meinen Sie dazu?

Antwort

Sehr geehrter Herr S.,

die Wörter Erbung und Korrigierung sind korrekt mit einem im heutigen Deutsch aktiven Wortbildungsprozess gebildet worden (Verb-zu-Substantivableitung mit –ung). Insofern sind es mögliche Wörter. Dann greift aber ein Phänomen, das Blockierung (Blocking) genannt wird: Ein bereits etabliertes, häufig vorkommendes anderes Wort blockiert das Entstehen oder den Gebrauch dieser Wortbildungen. Die Wörter (das) Erbe, Erbschaft und Korrektur gibt es bereits mit dieser Bedeutung und sie sind allgemein bekannt. Sie blockieren die Bildung oder die Verwendung der deshalb „überflüssigen“ Wörter.

Ebenso werden zum Beispiel blockiert:

Stehler durch Dieb
Warmheit durch Wärme
Pferdin durch Stute

Die Blockierung wirkt aber nicht absolut. So gibt es zum Beispiel das Adjektiv unschön (siehe oben Ihre Frage), obwohl es auch hässlich gibt*, und im folgenden Sprichwort hebt der starke Wunsch nach einem Reim die Blockierung auf:

Der Hehler ist schlimmer als der Stehler.

Auch hier gibt es also keine unverrückbare Regel, die alle Fälle vorhersagen kann, aber diese Art der Blockierung erklärt, warum ich Ihnen jeweils eine Antwort und nie eine Antwortung schreibe.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Bopp

* Das Ajektiv unschön kann neben hässlich als Gegenteil von schön bestehen, weil es häufig ein leicht andere, „mildere“  Bedeutung hat. Es klingt weniger konfrontierend als hässlich.

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